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Smart City Salon – Logistik

Veranstaltungsnotizen

Wie verändern Smart-City Visionen die Logistikbranche? Am 15. Oktober ging der “MLOVE Smart City Salon” dieser Frage nach. Gastgeber war die Kühne Logistics University.

Foyer der Kühne Logistik Universtität mit Welkugel und Besuchern

Die Abstrakte Ebene

Prof. Ludwig von der KLU zeigte zunächst die großen Strömungen auf: Digitalisierungen von Workflows gehen über Unternehmensgrenzen hinweg. Dabei können auch neue Wertschöpfungsnetzwerke entstehen. Die Logistik kümmert sich traditionell um Verbindungen und kann deshalb hier eine große Rolle spielen.

In vielen Bereichen führt IT dazu, das die Mitarbeiter größere Warenmengen effizienter bewältigen, oder sie werden durch Automatisierungen sogar ganz aus dem Bereich hinaus gedrängt.

Es gibt jedoch auch eine entgegengesetzte Bewegung: Technologien wie z.B. 3D-Druck können die Fertigung direkt vor Ort wieder attraktiv machen, und in Folge werden die globalen Warenströme möglicherweise wieder schrumpfen.

Konkrete Anwendungen

Immer höhere Warenströme bei kaum noch möglichen Flächenwachstum zu bewältigen – eine Herausforderung, vor der die urbane Logistik in vielen Städten steht. Im Hamburger Hafen ist dies besonders akut zu beobachten.

Die Hamburger Port Authority zeigte einen großen digitalen Peiltisch. Der Arbeitstisch mit eingelassenen 4K-Touch-Monitor ersetzt papiergebundene Wasserkarten, in denen die Untiefen der Elbe eingezeichnet sind. Auf dem Tisch werden Manöver der großen Containerschiffe durchgespielt, mit unmittelbarer Rückmeldung, falls bei der jeweiligen Tide eine Grundberührung droht. Die Planung wird sicherer, und es können so mehr Schiffe durch das Nadelöhr Elbe geleitet werden.

Offenbar ist es in der Logistik immer noch ein Problem, jeweils zu wissen, welche Ware sich genau wo befindet. So zeigten zwei Firmen jeweils Ihre Lösungen hierfür.

Im Schnittpunkt zum Thema “Smart City” wurde die Straßenlaterne als Träger für Sensoren präsentiert, unter anderem um aktuelle Verkehrsdaten zu erhalten. Eine Teststrecke gibt es dazu im Hamburger Hafen an der Kattwykstraße. Anhand der in Echtzeit erhobenen Verkehrsdaten soll dann der Verkehr umgeleitet werden.

Autor: Karsten Meier

Weil ich gerne Probleme löse bin ich Informatiker geworden. Für meine Kunden berate und konzeptioniere ich und entwickle mit fast allem, was einen Prozessor hat. Sie finden mich auch auf Twitter

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