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App Engine

Google erlaubt, Webanwendungen auf ihren Servern laufen zu lassen. Ich habe mir das Angebot etwas näher angeschaut. Es folgen die ersten Notizen:
Pflicht ist die Programmiersprache Python. Es gibt ein SDK, um seine Anwendungen zunächst auf den eigenen Rechner auszuprobieren sowie ein Tutorial.
Ich habe mir das SDK in der Version 1.1 installiert und habe das Tutorial durchgearbeitet

Das SDK kommt mit einem eigenen Webserver. Man startet den Servers mit
dev_appserver.py helloworld
Im Verzeichnis muß eine Konfigurationsdatei im Yaml-Format liegen. In dieser Datei werden URLs den Python-Dateien oder auch Bildern, etc zugeordnet. Fehlt die Datei, oder enthält sie nicht die benötigten Informationen, wird eine Exception geworfen.

Einige Dateien werden werden automatisch in das Startverzeichnis des Nutzers angelegt, man kann diese leicht mal übersehen:
eine Konfigurationsdatei des SDK in userdir/.appcfg_nag sowie ein Datastore (praktisch die Datenbank) in userdir\temp\dev_appserver.datastore

Enthalten ist ein kleines Framework mit Namen “WebApp”.

Um den Python-Code vom HTML-Code zu trennen, gibt es eine Template-engine mit Django-kompatibler Syntax.
Ich hatte ein Problem mit den Templates: der XML-Header() am Anfang führte dazu, dass diese nicht angezeigt wurden.

Die Template-Sprache selbst nutzt geschweifte Klammern. Das ist verhältnismäßig kompakt, leider kann dadurch das Template schnell zu invaliden HTML-Code ausarten, so dass man das Template selber kaum noch im Browser überprüfen kann.

Zum Speichern der Daten einer Webanwendung nutzt man weder die sonst allgegenwärtigen SQL-Datenbanken noch das Dateisystem. Statt dessen gibt es ein spezielles Storage. Positiv dabei: Man kann eine Klasse einfach von “db.Model” ableiten, und die Objekte lassen sich dann komplett in den Datastore schreiben und lesen. Um die einzelnen Instanzvariablen muss man sich keine Gedanken machen, und man muss auch keine Datenbanktabellen deklarieren. Eine SQL-ähnliche Abfragesprache gibt es auch, aber offenbar eher als “syntaktischer Zucker”.

Autor: Karsten Meier

Weil ich gerne Probleme löse bin ich Informatiker geworden. Für meine Kunden berate und konzeptioniere ich und entwickle mit fast allem, was einen Prozessor hat. Sie finden mich auch auf Twitter

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