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Pizza am Strand

Sommer mit Freunden am Flensburger Strand, gegen späten Nachmittag kommt der Hunger. Wie wäre es mit Pizza? W. sagt, das Joeys hier liefern würde. Ein Flugblatt haben wir aber nicht dabei, ganz zu schweigen von einem Telefonbuch, dafür viele Handys.

Ein idealer “Use Case”, um die Internetverbindung des Handys auszunutzen. Im Browser www.joeys.de eingegeben. Das geht noch schnell, die Seite existiert, und dank des Webkit-Browsers meines Symbian-Handys kann man die normale HTML4-Seite auch sehen:
(Viele Handybrowser hätten hier aufgegeben)
Eingabe der URL des Pizzadienstes in den HandybrowserStartseite des Pizzadienstes auf dem Handy

Die Seite ist dummerweise für die große Leinwand gemacht. Trotz der automatischen verkleinerten Seitenübersicht ist es mühsam, sich einen Überblick der Seite zu beschaffen. Nach etwas hin und her scrollen probiere ich den Link “Bestellen”. Dort kann ich den Anfangsbuchstaben meiner Stadt auswählen. Nach “F” komme ich zur Adresse und Telefonnummer der Flensburger Filiale. Na Bitte!

Auswahl der StadtAnzeige der Flensburger Filiale

Die Telefonnummer geben wir zur Sicherheit in ein zweites Handy ein. Dann mal sehen, was die Webseite uns sonst so bietet. Der Link zu Flensburger Filiale zeigt uns dann auch das Menü mit den Preisen. Pizza gibt es in drei verschiedenen Größen. Zwei kleine Pizzen kosten so viel wie eine extragroße.
Jetzt die Frage: Wo bekommt man mehr fürs Geld? Bei quadratischen und damit nicht-linearen Abschätzungen lässt sich das Gefühl für Größen leicht täuschen. Ich wechsle zum Rechner des Handys. Eine große Pizza hat tatsächlich deutlich mehr Fläche als zwei kleine.

Die Speisekarte ist auf dem Handy schwierig zu findenPizza grüner Garten mit Spinat, Brokoli und getrockneten TomatenDer Handyrechner zeigt: die Fläche einer große Pizza ist größer als die von zwei kleinen.

Zurück zur Website des Pizzaservices. Hier gibt es jetzt sogar ein Onlineformular zum bestellen. Das erscheint uns dann aber doch zu mühsam und fehlerträchtig. Wir rufen jetzt gut informiert an, vereinbaren einen Übergabepunkt am Strand, und bald darauf kommt unsere extragroße Maxi-Pizza an.

Pizza am Ostseestrand

Die Pizza war dann auch sehr gut, besonders auch die “sundried tomatoes”, Pizza am Strand ist ohne Zweifel ein großer Luxus, möglich dank mobilen Internet.

Autor: Karsten Meier

Weil ich gerne Probleme löse bin ich Informatiker geworden. Für meine Kunden berate und konzeptioniere ich und entwickle mit fast allem, was einen Prozessor hat. Sie finden mich auch auf Twitter

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